Im vorliegenden Beitrag wird versucht, die Ergebnisse einer Pilotstudie zum Gebrauch verbaler Aggression in der Kommunikation von Lehrerinnen mit ihren Schülern am Beispiel des Zeichentrickfilms Włatcy móch (2006–2011) vorzustellen. In der Studie wurde zunächst versucht, die Bereiche der verbalen Aggression in den Äußerungen der Lehrerinnen zu identifizieren, um ihnen später spezifische Aussagen zuzuordnen. Die Studie bestätigt, dass die häufigsten Bereiche, die von Angriffen durch Lehrerinnen betroffen sind, das Verhalten der Schüler, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, ihr Aussehen oder möglicherweise ihre Religion sind. Aber auch die Aggression in Form von Drohungen und anti-dialogischen Verallgemeinerungen sind anzutreffen. Die auffälligsten Phänomene sind jedoch Beleidigungen und Flüche, die sich gegen die Lernenden richten. Auch verbal aggressive Entlehnungen aus der deutschen Sprache sind vorzufinden. Ferner wird auf das relativ hohe Wortbildungspotential in den Äußerungen der beiden Damen hingewiesen, das eine stärkere Emotionalität ausdrücken und ein humoristisch-satirisches Element in das Gesamtwerk einbringen soll, um es realistischer zu gestalten.